Sonntag, 21. Februar 2016

You got me on my Knees

Nach einer Nacht zum Weggehen, die mal wieder im typischen Desaster endete (was zum größten Teil meiner Hochsensibilität zuzuschreiben ist), blieb mir (zum Glück) nichts anderes übrig, als am nächsten Tag brav auf Arbeit zu gehen.

Dass die Arbeit mir gut tut hatten wir ja bereits erklärt. Da bin ich einfach ausgelassener, in besserer Balance, offener.
Da haben negative Gedanken einfach keine Sendezeit.


Und wie ich Feierabend habe, streife ich erst noch, um die Wartezeit auf den Bus zu verkürzen, durch das viel zu volle Einkaufscenter, um dann schließlich doch an die Haltestelle zu fliehen.

Da draußen macht sich jetzt das Sturmtief "Xin" langsam bemerkbar, es windet stark, aber ich bereue es noch nicht, die langen Haare nicht zusammen gebunden zu haben. Vereinzelt trifft mich ein Regentropfen.
Die Wolken machen den Anschein, als wolle der Sturm sie zerreißen. Drohender Regenschauer? Nein, erstmal Fehlanzeige.
Perfekt. Nein, nahezu perfekt.

Ich liebe Unwetter. Gerade so ein Sturm hat auf mich eine sehr beruhigende Wirkung.

Und wie wird diese Situation jetzt perfekt?
Genau, mit einem, der schönsten Lieder, die es gibt. Aus dem Tunnel vor dem Eingang zum Einkaufscenter klingend.



Mittwoch, 3. Februar 2016

Einer dieser Tage ...

... ist heute definitiv nicht.
Der Tag heute ist so merkwürdig, dass ich darüber schreiben muss. Nicht, dass sich da noch eine Paranoia anmeldet.


Ich gehe eigentlich nicht sonderlich viel raus. Die Chance, mich zu verletzen oder das was anderes Dummes passiert, ist zu hoch.
Aber ok, nachdem ich letzte Woche plötzlich auf der Straße lag und seitdem mein Knie schön weh tut, was sollte da heute schon passieren?

8 Uhr. Extra zeitig zum Haare waschen. Und dann schaue ich in den Spiegel und stelle fest: Haare sehen gut aus. Nachdem sie eine Woche lang nicht gewaschen wurden. Wenn man jetzt bedenkt, dass ich früher am liebsten jeden Tag Haare gewaschen hätte, ist das schon merkwürdig.

12 Uhr. Ich will los zum Bewerbungsgespräch. Um 14:30 Uhr. 2,5 Stunden Fahrt. Das glaubt ihr doch wohl selbst nicht.
Andersherum, eine Stunde zu spät erst losmachen zu wollen, wäre aber auch schön blöd gewesen.


13:30 Uhr. Warum geht das mobile Internet nicht mehr? Ach egal, hast ja zwei Sim-Karten, das andere sollte gehen.

14:13 Uhr. Ey Bus, fahre gefälligst nicht ohne mich ab. Ich weiß doch nicht, wo ich hin muss.


14:20 Uhr. Warum lädt Google Maps nicht? Ich weiß immer noch nicht, wo ich hin muss.

14:25 Uhr. Papa, hilf!


14:35 Uhr. Ziel, wuhuu.

14:36 Uhr. Anderes Internet geht also auch nicht.

14:37 Uhr. Typ vom Empfang setzt sich neben mich und quasselt locker drauf los.

14:38 Uhr. Bewerbungsgespräch und Präsentation.
Anschließend Lob, weil ich so gut frei sprechen kann (ehh was? Ich und frei sprechen?) ...

16:15 Uhr. Hauptbahnhof. Komisch tanzendes Mädel mit Whisky-Flasche in der Hand, grölt laut irgendein Lied. Komische Menschen hier.

16:20 Uhr. Straßenbahn. Neben mir ein Russe. Hinter mir Russen. Und ich lese Metro 2033.

16:38 Uhr. Sparkasse. Handy aufladen. Geld abheben. Automat macht komische Geräusche und verabschiedet sich schließlich.


16:40 Uhr. Home sweet Home.

Leute, ist das Alles wirklich so abgedreht oder einfach nur der normale Wahnsinn?