Montag, 29. Juni 2015

"Lebenszeichen, Part 2" oder: "Fotos, Fotos, noch mehr Fotos"

Während mich mein Privatleben in den letzten Wochen etwas sehr beanspruchte, kam die Seite hier etwas sehr zu kurz.
Zu berichten gäbe es da viel. Positives, Negatives ... aber im Moment nichts Handfestes. Ihr merkt, es ist kompliziert.
Aber ein Gespräch mit meinem Cousin Anfang des Monats brachte mir eh die Erkenntnis, dass "Einfach" in unserer Familie nicht erhältlich ist.

Und als wäre das alles nicht schon bescheiden genug, werde ich seit zwei Wochen von einem Marathon der Krankheiten geplagt.

Aber weil ich mich von nichts unterkriegen lasse, war dieser Monat ein Monat voller schöner Filmabende, schöner Fotos (ja, ich weiß, Eigenlob stinkt) und überhaupt: Voller schöner Stunden.

Aber seht selbst:





Wir kamen jetzt das erste Mal in diesem Jahr dazu, im Garten meiner Großeltern zu grillen. Neben Oma's Blumen habe ich mich auch auf meinen kleinen Cousin mit der Kamera gestürzt. Aber diese Bilder haben hier natürlich nichts zu suchen.








Gestern fühlte ich mich danndazu berufen, zu entscheiden, was wir mal unternehmen. Den Schlosspark Lützschena kannte ich noch nicht. Da der aber praktisch nebenan ist, haben wir uns mal eben aufs Fahrrad geschwungen und sind dahin gefahren.





Auf dem Weg von Lützschena aus in den Garten gab es auch noch einiges zu entdecken. Neben einer grasenden Schafsherde (ja, ich war hin und weg) unter anderem diese Anlage zum Schutz vor Hochwasser.




Und schließlich im Garten fühlte ich mich von dieser Biene abgelenkt. Leider wollte sie keine Sekunde stehen bleiben, was das Fokussieren unmöglich machte. Aber manchmal zählt auch nur der Wille.


Ansonsten gäbe es zu erzählen, dass ich tatsächlich mal was gewonnen habe. Was es ist, verrate ich euch in ein paar Tagen bei den Neuzugängen.

Dienstag, 9. Juni 2015

24. Wave Gotik Treffen 2015 | Teil 2

Sonntag, 24.5.
Etwas durcheinander ist bei mir der Sonntag geraten. Eigentlich wollte ich mich mit meinem Cousin im Heidnischen Dorf treffen. Aber wie so oft hat das mal wieder nicht funktioniert.
Dann wollte ich mich mit anderen Leuten dort treffen. Nur waren diese einfach noch nicht da, als ich ankam.
Aber wie das halt so ist, man kommt irgendwo rein und trifft prompt jemand anderen, den man kennt.
Wie auch immer, für die nächsten Minuten schloss ich mich einer Gruppe Menschen an, von denen ich niemanden kannte. Egal.


Letztes Jahr mied ich das Heidnische Dorf. Und das war auch gut so.
Es ist die einzige Location, die man "uneingeschränkt" besuchen kann, also auch ohne Bändchen, dafür gegen Eintritt.
Das hat gleich zwei Effekte.
Zum einen ist es einfach extrem voll.

Die Schlange der Tagesbesucher zieht sich, Bändchenbesitzer werden zum Glück bevorzugt rein gelassen. Ich denke mal, Einlassstopp ist hier auch relativ üblich.
Der zweite Effekt ist, dass man hier unglaublich viele Menschen antrifft, die mit der Szene absolut gar nichts am Hut haben. Da ist ja erstmal nichts gegen einzuwenden.
Wenn man aber sich schutzlos den vielen Leuten ausgeliefert sieht, die auch noch einen Fotoapparat mit sich führen, dann ist das einfach nur ätzend.
Den Vogel hat für mich übrigens jemand abgeschossen, der doch tatsächlich mit seinem I-Pad Fotos gemacht hat.

So wirklich viel habe ich aus dem Heidnischen Dorf nicht mitgenommen. Ich bin eher von da geflohen.

Für mich ging es dann rüber zur Agra. Erstmal was essen.
Verstörend ist auch hier, dass es zum einen eben auch Menschen innerhalb der Szene gibt, die mit ihren kleinen Knipsen alles festhalten müssen. Schlimmer noch, Einige halten es wohl für äußerst wichtig, ihre Mitmenschen selbst beim Essen zu fotografieren.
Ernsthaft jetzt? Wozu?

Wenn man da sitzt und gerade isst, kann man sich ja nicht mal wehren und sich einfach weg drehen. Dieses Verhalten dieser vermeintlichen Fotografen ist einfach nur respektlos.

Übrigens war ich auf der Agra wieder mit Leuten verabredet, was wieder nicht geklappt hat.
Aber dafür habe ich wieder andere Bekannte getroffen. Problem gelöst.
So ganz wussten die eigentlich auch nichts mit sich anzufangen, dafür hatten wir aber eine Menge witziger Gespräche.


Schließlich und endlich wollten wir uns London after Midnight ansehen.
An sich nicht schlecht, aber auch hier war ich wieder nicht wirklich in der Stimmung für die Musik.

Anschließend wollte ich noch in die Moritzbastei. Da bin ich auch angekommen, nur ging es mir plötzlich so schlecht, dass ich nach 10 Minuten gegangen bin.

Und so endete mein etwas verkorkster Sonntag.


Montag, 25.5.
Ganz anders bin ich dann also den Montag angegangen. Schließlich wollte ich auch noch was erleben.
Zunächst ging es also in die Runde Ecke, dem Museum zum Ministerium für Staatssicherheit in der DDR.
Dort bin ich tatsächlich noch nie gewesen. Besonders interessant war die Ausstellung zum Thema Gruftis in der DDR.
Ok, was heißt interessant? Über all den Stuss und Unsinn, den die Stasi damals zusammen getragen hat, konnten wir, entgegen der Auffassung der Stasi, nur lachen. Auch die vielen verschiedenen Schreibweisen von Bandnamen wie The Cure, Anne Clark und Depeche Mode waren sehr witzig. Selbst die Toten Hosen fand man mit falscher Schreibweise ...
Auch wenn das Ganze durchaus eine ernste Sache war, stellte es einen guten Kontrast zur eigentlichen Ausstellung in dem Museum dar.

Danach machten wir einen kleinen Abstecher in die Sixtina. Wir blieben nur kurz, weil eigentlich war es da schon wieder viel zu voll.

Weiter also zur Agra.


Hier machten Terrolokaust den Anfang.
Ich bin zwar vorher schon ein paar mal auf den Namen (bei dem man gerne auch "Terror Klaus" liest) gestoßen, ihm aber nie weiter nachgegangen.
Dahinter versteckt sich ein Electro-Rock-Duo aus Spanien. 
Mit Terrolokaust war ich zumindest bestens eingestimmt auf das weitere Programm.

Denn als nächstes stand Nachtmahr auf dem Plan.
Hin und wieder höre ich sie ganz gerne (ähnliches schrieb ich schon zu Sänger Thomas Rainer's anderem Projekt L'Âme Immortelle ...), aber es gibt so Sachen, da kann ich manchmal einfach gar nichts mit anfangen.
Egal, heute gingen sie einfach gut durch den Körper und so muss das ja auch sein.

Gefolgt wurde das Ganze von Fixmer/McCarthy.
So ganz hatte ich diese eigentlich nicht auf dem Plan, aber da Ort und Zeit eben stimmte ...
Eigentlich merkwürdig, bin ich doch Fan von Douglas McCarthy's Stimme.

Wie auch immer, auf die Musik selbst habe ich, wenn ich jetzt überlege, gar nicht mal so sehr geachtet. Eher darauf, ob man sich dazu gut bewegen kann. Das hat auch gut funktioniert und somit hatte ich an diesem Konzert wirklich genug Freude.


Da mich Dienstag in der Uni eine Klausur erwartete, bin ich noch vor Combichrist (die ich eigentlich so gerne wieder mal sehen wollte) gegangen.


Und sonst so?
Viele trauerten dieses Jahr der Parkbühne hinterher. Diese ist eigentlich jedes Jahr für eben jene, die durchaus mit der Musik was anfangen können, sich aber kein Bändchen leisten können oder wollen, ein toller Treffpunkt gewesen.
Und auch sonst ist sie eben als Open-Air-Bühne eine tolle Location. Schade.

Ich weiß nicht, ob es mit meinem Gemütszustand vor dem WGT zusammenhängt, allerdings hat mir das typische WGT-Feeling dieses Jahr total gefehlt. Ich kann mich nicht mal über den "WGT-Blues" beklagen, weil dieser dieses Jahr einfach ausblieb.
Leipzig hat sich Pfingsten über schon mal schwarzer angefühlt (was anscheinend nicht nur mir so geht). Dennoch sprechen die Besucherzahlen da eine andere Sprache. Also muss man sich fragen: Was ist da los?
Vielleicht steigt einfach die Zahl der Selbstdarsteller. All jener, die die Bedeutung des WGTs überhaupt nicht mehr verstehen oder verstehen wollen. Denn es ist ein Treffen. Man trifft alte und auch neue Freunde. Kommt zwanglos ins Gespräch. Eigentlich.

Aber die Medien sprechen von "WGT-Fans". Was das ist? Womöglich sind das eben diese, die von diesem Spektakel als solches angezogen werden und Teil davon sein wollen. Egal, ob sie etwas mit der Szene und/oder ihren Werten anfangen können oder nicht.
Wahrscheinlich nehmen diese Leute das WGT ganz anders wahr, als ich. Und dabei stören sie meine Wahrnehmung des WGTs erheblich.
Ob sich das noch mal ändert? Ich weiß es nicht. Aber ich will optimistisch bleiben.

Donnerstag, 4. Juni 2015

24. Wave Gotik Treffen 2015 - Teil 1

Und schon ist sie wieder vorbei, die schönste Jahreszeit.
Tatsächlich aber denke ich über vergangenes Pfingsten etwas anders als die letzten Jahre.
Dieses WGT habe ich einfach anders erlebt als die davor.
Unter anderem werdet ihr hier auch keine Fotos erwarten dürfen.
Dazu werde ich mich aber im abschließenden Teil äußern.



Zugegeben, das WGT hätte für mich nicht schlimmer eingeleitet werden können. Private Probleme verliehen der ganzen Sache zu Anfang einen etwas sehr bitteren Beigeschmack.
Aber zur Entwarnung: Ich habe mir das Wochenende dadurch nicht kaputt machen lassen. Im Gegenteil, ich habe das Wochenende irgendwie sogar dazu nutzen können, diese Probleme in ihrer Eigenart zu beseitigen.

Also dann, fangen wir mit Donnerstag an.

Donnerstag, 21.5.
Bändchen in leuchtendem Mintgrün
Wie schon in den vergangenen Jahren ging das WGT für mich am Donnerstag mit der Bändchenausgabe los.
Diese sollte laut Internet in der Innenstadt 17 Uhr los gehen, aber die Erfahrung ließ mich wie immer nicht im Stich, so dass ich um 16:30 Uhr, als ich ankam, schon den ersten Freunden mit Bändchen begegnete.

Das ganz hinten anstellen blieb mir dank andere Freunde in der mal wieder viel zu langen Schlange zum Glück auch erspart.
Farbtechnisch war ist das Bändchen eine kleine Katastrophe, aber wider Erwarten leuchtet es wenigstens nicht im Dunkeln. Das Muster ist immerhin schön und so kamen die Leute mit Obsorgekarte dieses Jahr sogar mal besser weg. In den vergangenen Jahren fielen die Farben für das normale Bändchen meiner Meinung nach besser aus als die für das Obsorgebändchen.


Am Abend ging es gewohnterweise zum SLT in die Moritzbastei.
Daniel Myer legte hier mit Architect einen wunderbaren Start in das lange Wochenende hin.


Insgesamt war es ein wirklich schöner Abend, in erster Linie aber auch wegen der Leute, die ich antraf.
Zwar verleiteten mich meine oben erwähnten Probleme zum Alkohol, aber kein Wunder, schließlich betrat ich die Moritzbastei ja auch irgendwie mit Bauchschmerzen.
Verlassen habe ich die Moritzbastei übrigens sehr glücklich.


Freitag, 22.5.
Freitag habe ich erstmal ganz gemütlich zu Hause verbracht.
Am späten Nachmittag bin ich dann Richtung Agra aufgebrochen.
Die Notlösung der LVB aufgrund der Baustelle in Dölitz war leicht abenteuerlich, aber ok, gibt Schlimmeres.


L'Âme Immortelle spielten bereits. An sich höre ich die Musik hin und wieder, allerdings konnte hier bei mir kein Funken überspringen, da ich (aufgrund meiner Probleme) einfach nicht in der Verfassung war, diese Musik wirklich aufzunehmen. Zudem ist die Agra als solche einfach nicht die richtige Location für diese Band. Schade.


Als ich schon Richtung Kohlrabizirkus aufbrechen wollte, erspähte ich gerade Freunde in der Masse, die zufällig auch gerade am Gehen waren.
Also dann, auf zum Kohlrabizirkus.


Hier wollte ich der Leipziger Band Steinkind eine zweite Chance geben, nachdem sie mich im Jahr zuvor bei einem Konzert schon mal nicht begeistern konnten.
Und wie soll ich sagen? Der Sound geht ganz gut, aber sonst ist es etwas schwierig.
Gebe es tatsächlich einen schwarzen Ballermann, würde man Steinkind hier antreffen.
Eigentlich habe ich das Konzert zu Beginn ganz gut genossen. Nur leider kam irgendwo der Punkt, an dem sich die Band einfach zu sehr selbst gefeiert hat.

Schwarzer Ballermann, da wisst ihr Bescheid.

Im Anschluss spielten Accessory. Die Musik der Band fällt ihrem Genre EBM und Electro voll in meinen Geschmack.
In ihren Liedern habe ich auch sehr viele schöne Ansätze hören können, allerdings sind das alles Sachen, die man irgendwo anders auch nur hören kann. Einen wirklich eigenen Sound habe ich leider nicht ausmachen können.
Dennoch hat es Spaß gemacht und das ist ja schließlich die Hauptsache.


Danach wollte ich mich in der Agra mit Freunden für Eisbrecher treffen. Aber versucht bitte einmal, dort irgendwo welche Leute ausfindig zu machen.
Eher zufällig bin ich beim Reinkommen fast in einen Bekannten gelaufen, dem ich mich dann auch angeschlossen habe.
Zum Konzert selbst: Ich habe Eisbrecher schon deutlich besser erlebt. Dieses Jahr zum Beispiel.
Akustisch einfach nur eine Katastrophe, aber was will man in dieser Halle auch erwarten?
Zur Zugabe habe wir dann die Fliege gemacht.


Während ich am liebsten nach Hause gefahren wäre, war ich verabredungstechnisch leider schon gebunden und "musste" ins DarkFlower.

Eine wahre Freude war es, dass wir oben auch noch anstehen durften.
Das durften selbst die, die eigentlich schon mal drinnen waren und nur mal Luft schnappen wollten.
Irgendwann kamen wir dann rein. Es war voll und mit Tanzen war auch nicht wirklich viel.

Aber egal, mit Freunden kann man irgendwie alles ertragen.

Samstag, 23.5.
Das Kontrastprogramm zum Vortag erwartete mich dann am Samstag.
Ein wenig enttäuscht vom Programm zog es mich mit einer Freundin ins Schauspielhaus.
Hier erst einmal eine klare Empfehlung für all jene, denen diese ganze Selbstdarstellung Anderer und eben die vielen Leute, die in der Lage sind, bei einem Fotoapparat den Auslöser zu tätigen, auf den Geist gehen.
Die gibt es hier nicht.
Hier kommt man hin, um Musik zu genießen. Und dem Trubel da draußen zu entfliehen.


Bei Luigi Rubino konnten wir leider nur noch reinplatzen, aber was wir die letzte Viertel Stunde an Klaviermusik hören durften, war verdammt schön.

Im Anschluss spielten Ashes you Leave mit einem Akustik-Set.
Allein der Soundcheck war schon verdammt schön.

Bei der Musik konnte ich wundervoll abschalten.

Danach kam Evi Vine dran. Die Dame hatte schon eine Woche vorher mein Interesse geweckt und war der Grund, das Schauspielhaus überhaupt in Erwägung zu ziehen.
Was die sympathische Dame zum Besten gab, hörte sich zwar sehr gut an, nur leider hörte sich auch vieles einfach gleich an.

Da nach diesem eher ruhigem Programm natürlich keine Lust mehr bestand, sich Front 242 in der Agra zu geben, bin ich erst einmal wieder ins DarkFlower.

Die gute Musik spielte hier auf dem zweiten Floor, nur leider war die Luft dort nicht wirklich zum atmen geeignet.
Also wagte ich noch einen kleinen, aber lohnenswerten Abstecher in die Moritzbastei.

Und dann irgendwann bin ich tot ins Bett gefallen.


Da die Aufmerksamkeit wahrscheinlich eh schon überreizt ist, setze ich hier erst einmal einen Punkt und melde mich später mit einem zweiten Teil zurück.

Montag, 1. Juni 2015

Neuzugänge des Monats - Mai 2015

Öhm ja ...

Wenn ich euch jetzt verrate, dass Blast of Tempest #7 eigentlich noch für den April vorgesehen war und Star-Lord #1 eher ein Spontankauf war (denn für einen einzigen Manga hätte sich der Aufwand, extra in die Stadt zu fahren gar nicht gelohnt), werdet ihr sicher von alleine drauf kommen: Das hätte man sich ja auch sparen können.

Ich könnte euch ja erzählen, dass ich es nach fast einem Jahr, nachdem ich mir eine ordentliche Kamera zugelegt habe, geschafft habe, auch endlich mal eine neue SD-Karte mir zuzulegen ...
Aber SD-Karten sind jetzt nicht soooo spannend. Denke ich.

Immerhin, eine Sache gibt es noch zu vermelden.
Auch wenn ich eigentlich nie ein großer Fan des Franchise war, ist doch tatsächlich Star Wars: Knights of the Old Republic in meiner Steam-Bibliothek gelandet. Als RPG soll dieses doch einiges hermachen und da war ich einfach neugierig.
Bisher habe ich es nur angespielt, aber ich kann schon mal sicher sagen, dass ich den Kauf nicht bereue.