Montag, 30. März 2015

Neuzugänge des Monats - März 2015

Eigentlich hatte ich gedacht, das Thema wäre in diesem Monat mit dem kleinen Bericht zur Buchmesse gegessen gewesen.
Nichts da, kam natürlich wieder alles anders ... 




Mein Onkel hatte Geburtstag. Ich habe ihm Platz geschenkt.
Dabei hatte ich nur gefragt, ob er mir die Wolkow-Bücher ausleihen könnte.
Tja. Jetzt sitze ich hier auf einem Bücherstapel, von dem ich nicht einmal weiß, ob ich ihn jemals runter lesen werde.
Das Problem ist, mein Onkel neigte dazu, Reihen zu lesen, kaufte sich immer mal, wenn er ihn denn im Laden gesehen hat, einen weiteren Band dazu. Nur kommt es vor, dass der eine oder andere Band zwischen drin mal fehlt, oder besser noch: dass das ein oder andere Buch plötzlich doppelt ist (ratet mal, wie das mit dem Manga lesen bei mir angefangen hat ...)

Ich kann nicht mal sagen, ob die Buchreihen mich interessieren könnten. Auf jeden Fall liegen sie jetzt erstmal bei mir rum.


Immerhin gibt es noch einen weiteren Neuzugang aus der Games-Ecke zu vermelden.
Nachdem ich eines Abends mal wieder den besten Spielsoundtrack überhaupt angehört habe, war zugehöriges Spiel doch gleich mal am nächsten Tag bei Steam im Angebot: Deus Ex: Human Revolution. Jetzt ist es meins.

Mittwoch, 25. März 2015

Unter Lina's Leselampe #2

Auf geht es in die zweite Runde ...


Blue Exorcist 13 von Kazue Kato
Keine Mangareihe verfolge ich momentan mit mehr Spannung als diese. Ich finde den Plot um Izumo Kamiki bisher gut. Sie hat ja einen eher unnahbaren Charakter, aber mit ihrer nun offengelegten Backstory ist das auch nicht weiter verwunderlich.
Leider war jedoch dieser Band etwas enttäuschend. Es ist nicht so, dass rein gar nichts passiert ist, aber ich habe das Gefühl, dass der Verlauf der Geschichte mit diesem Band kaum einen Fortschritt hatte. Wahrscheinlich liegt das Ganze aber daran, dass man das Augenmerk dieses Mal mehr auf die Illuminati legen wollte, während mich die Befreiung von Izumo mehr interessiert.





Neon Genesis Evangelion 14 von Yoshiyuki Sadamoto/Khara
Wer hätte gedacht, dass diese Mangareihe doch noch einmal ein Ende finden würde? Etwas umstritten ist die Mangareihe ja schon. Zuletzt wich sie doch etwas sehr von dem ursprünglichen Anime ab. Diese Umsetzung des Endes ist in erster Linie als "interessant" zu bezeichnen und stellt durchaus so etwas wie Kunst dar.
Vielleicht mag das Ende überhaupt nicht zu dem Ton der Serie passen, aber mich persönlich lässt es wenigstens nicht mit einem unguten Gefühl zurück.
Vielleicht liegt es auch daran, dass ich kaum einen dieser "Häää?"-Momente hatte, denn diese birgt das gesamte Franchise ja zu Genüge.
Und besser als das "Remake" der Serie, Rebuild of Evangelion, ist das Ganze allemal. Der Band enthält am Ende noch ein Bonuskapitel, welches sich aber eben auf die Rebuild of Evangelion Reihe bezieht.


Pandora Hearts 21 von Jun Mochizuki
Seit man nach dem Lesen eines Bandes dieser Serie nicht mehr Tausende Fragezeichen im Kopf rumschwirren hat, gefällt mir die Serie, in die ich mich mit Lesen des ersten Bandes schnell verliebt hatte, noch mehr.
Man merkt, es geht auf das Ende zu, in Japan ist nun vor Kurzem auch das letzte Kapitel erschienen.
Angesichts der Tragödie hat die Serie immer ein paar Lacher auf Lager und die kamen hier, trotz der großen Spannung, nicht zu kurz, auch wenn das hin und wieder zu solchen "WTF?"-Momenten führt.








Harry Potter von der Halbblutprinz von Joanne K. Rowling
Ja gut, was will man dazu schon groß sagen? Harry Potter ist eine Reihe, die man gelesen haben sollte.
Nach dem etwas sehr schwachen 5. Band geht es also weiter. Besser als zuvor auf jeden Fall. Aber dennoch ...
Harry kommt mir hier zunehmends wie ein Einzelkämpfer vor. Gestützt wird das Ganze mehr oder weniger dadurch, dass Hermine und Ron fast im gesamten Buch kein Wort miteinander wechseln, man also nicht wie gewohnt das Dreierteam vor sich hat.

Es ist nach wie vor ein gutes Buch, aber ich muss fair sagen: Ich kann die schlechten Kritiken, die dieses Buch erhalten hat, durchaus nachvollziehen.
Offen bleibt für mich die Frage, ob man hier noch von einem Kinderbuch reden kann oder nicht. Tod, nein, eher schon Mord ist eines der Geschehnisse im Buch, welche "gut" beschrieben werden und eher schon für das ältere (im Sinne von "keine Kinder mehr") Publikum sind, während der Anflug von Komik angesichts der tragischen Situation am Ende schon wieder für das Kinderbuch plädiert.

Sonntag, 22. März 2015

Wochenrückblick #20 - Das Recht auf schlechte Laune

Was ist denn da passiert, dass ich mal wieder das Thema mit der schlechten Laune aufgreife?
Tja.


Auf jeden Fall gibt es Gründe. Aber irgendwie scheinen sie mir alle nicht wirklich verantwortlich dafür zu sein, dass es mir gerade nicht sonderlich gut geht.

Ich bin irgendwie gerade überfordert mit meinem Leben.
Und das äußert sich mit Niedergeschlagenheit.

Immerhin, die Niedergeschlagenheit begrüße ich fast wie einen alten Freund, hat sie mich ja schon einmal mehrere Monate durchweg begleitet.

Wenigstens lasse ich mich davon nicht unterkriegen.
Unbeirrt hoffe ich auf bessere Tage. Eine andere Wahl habe ich ja auch nicht.

Aber so lange diese Phase anhält, werde ich wohl eher als schlecht gelaunter Mensch durch die Welt ziehen.

Zum Glück aber gilt ja: Jeder darf mal schlechte Laune haben.


Desweiteren war ich auch die letzten Wochen nicht untätig, sondern mit meiner Kamera unterwegs. Zwar ist nicht viel bei raus gekommen, dafür aber im Vergleich viel Schönes.








Es mag vielleicht verrückt klingen, aber ich habe das Gefühl, dass die Bilder gerade sehr gut zu meiner psychischen Verfassung passen ...

Dienstag, 17. März 2015

Rezension zu "Die Elfen" von Bernhard Hennen

Eigentlich ist das Buch dran Schuld, dass die nächste Ausgabe von "Unter Lina's Leselampe" sich verzögert. Denn eigentlich wollte ich das Buch da mit hinein nehmen. Nur eigentlich sollte klar sein, dass man ein über 900-Seiten dickes Buch (abgesehen von den zwei zusätzlichen Erzählungen hier drin) nicht nur mit 5-6 Zeilen abhandeln kann.
Zudem schweben mir jetzt, wo ich mit "Die Elfen" fertig bin, einfach zu viele Gedanken durch den Kopf.

Achtung, ich werde hier teilweise massiv spoilern. Das hier ist eine Rezension und nicht nur eine Empfehlung, dementsprechend ist das auch vollkommen legitim.



Handlung

Als die Welt der Menschen von einem mysteriösen Wesen bedroht wird, macht sich der Jarl Mandred auf die Jagd. Diese endet überhaupt nicht erfolgreich und plötzlich findet sich Mandred in der Welt der Elfen wieder.
Die Elfenkönigin Emerelle stellt ihm mehrere Krieger zu Seite, mit denen er ausziehen soll, um den Feind zu besiegen.

Wie sich herausstellt, handelt es sich bei dem Feind um einen Devanthar, dem mächtigsten Feind der Alben, von denen auch die Elfen abstammen.
Dieser hinterlistige Dämon plant eine Rache, die die ganze Welt verändern wird, angefangen bei dem Leben der Elfen Nuramon und Farodin, zwei Gefährten Mandreds, die ihr Leben nur ihrer großen Liebe Noroelle widmeten.
Mit Noroelle nimmt das Unglück seinen Lauf, sie selbst sieht sich bald verband und für Nuramon und Farodin zählt nur noch eines: Noroelle retten.
Und nur die Elfenkönigin Emerelle vermag das ganze Ausmaß dieses Unglücks zu schätzen.



In dem Genre Fantasy wird das Rad natürlich nicht neu erfunden. Dennoch erschafft Bernhard Hennen hier eine interessante Welt, um nicht zu sagen "Welten", die mir die Völker der Menschen, Elfen und auch der Zwerge noch einmal ganz anderes darstellt.
Aber dennoch gestaltet sich das Ganze auch etwas schwierig. Für den Leser ist Mandred Torgridson durch seine Rolle der absolute Vertreter der Menschen. Er ist der Jarl von Firnstayn, welches im Fjordland liegt und so rau das Klima dort ist, so rau sind auch die Sitten. Auch wenn Mandred das Herz am rechten Fleck hat, wirkt er hin und wieder sehr barbarisch. Und so prägt sich erst einmal das Bild der Menschen bei uns Lesern ein.
Farodin ist ein eher unnahbarer Elf. Nur langsam gewinnt man Zugang zu ihm.
Ganz anders verhält es sich da mit Nuramon. Er wird von den Elfen verachtet, weil er immer und immer wieder geboren wird, ohne dass sich sein Schicksal erfüllt.
Und an dieser Stelle sei gesagt: Sein Schicksal wird sich auch nicht erfüllen. Zumindest nicht in diesem Buch. Und darin besteht für die wahre Tragik der Geschichte. Er ist einfach der Charakter, den ich am meisten mochte und es schmerzt mich wirklich, dass sein Weg in diesem Buch kein Ende findet. Deswegen ist das Ende des Buches für mich persönlich nicht sonderlich zufrieden stellend.

Zu Noroelle ist nicht viel zu sagen, da sie weniger ein Charakter als ein Ziel darstellt.
Der Königin der Elfen, Emerelle, haftet wieder so etwas Unnahbares an, interessant ist hierbei, dass man manchmal nicht klar weiß, was sie denkt, aber irgendwie trotzdem glaubt, es zu wissen. Sie ist eben ganz und gar Königin.


Ich liebe es, mich in die Welt von Fantasy-Romanen hineinzufinden. Das Traurige hier ist jedoch, dass die Welt in einem ständigen und massiven Wandel ist, was in erster Linie durch ungewollte Zeitsprünge der Protagonisten hervorgerufen wird. Diesen Zeitsprüngen ist es auch zu verschulden, dass man keine wirkliche Verbindung zu anderen Menschen aufbauen kann, da sie spätestens 100 Seiten später eh seit Jahrzehnten, wenn nicht sogar seit Jahrhunderten, tot sein werden. Und somit bleibt Mandred eben auch der absolute, barbarische, Vertreter der Menschen in diesem Buch.
Das Ganze verhält sich eben etwa so, die Gefährten gehen durch ein Tor und plötzlich sind wieder 100 Jahre vergangen und alles hat sich verändert und jetzt komm damit klar. Schwierig. 


Hennen's Schreibstil ist gut. Tatsächlich stört mich etwas daran, aber da ich nicht sagen kann, was genau es ist, hat diese Aussage wohl erstmal keinen Wert.
Allerdings sind mir hier gegen Ende ein paar Schnitzer aufgefallen, wie etwa ein Dialog, der mitten in einer Situation beginnt und bei dem man erst in der Mitte der Unterhaltung wirklich erfährt, wer da spricht. Optimal ist das nicht.


Pluspunkte erhält die Geschichte bei mir dadurch, dass man irgendwann versteht, warum die Königin in den verschiedenen Situationen so handelt, wie sie es tut. Dinge passieren in diesem Buch nicht zufällig, das Schicksal spielt eine große Rolle und Emerelle ist in der Lage, zu sehen, was passieren könnte.
Dadurch sieht man, dass das Geschehen wirklich gut durchdacht ist.

Alles in Allem hat mir das Buch gut gefallen, nur das Ende, auch wenn es durchaus ein gutes Ende war, trifft meinen Geschmack nicht.
Und auch ob ich die anderen Bücher zu den Elfen lesen werde, kann ich nicht sicher sagen.

Freitag, 13. März 2015

Leipziger Buchmesse 2015 - Die Nachlese

Im Gegensatz zum vergangenen Jahr entschied ich mich, dieses Jahr gleich am Donnerstag zu gehen. Verglichen mit dem Andrang, den einen am Wochenende erwartet, war das eine sehr gute Idee.

Keine ganz so gute Idee war es, mit der S-Bahn zur Messe fahren zu wollen. Denn das war, vorausgesetzt man passte noch in die Bahn, eine sehr kuschelige Angelegenheit. Aber immerhin ist man auf diese Art und Weise in Nullkommanichts da. Die eine Straßenbahn-Haltestelle vom Messe-Bahnhof zur Messe kann man dann auch in aller Ruhe laufen.




Man hatte wirklich genug Platz, um sich an den Ständen gut um zu sehen, was die ganze Angelegenheit auch deutlich stressfreier machte.

Wir sind ziemlich entspannt durch alle Hallen gegangen, wobei auffiel, dass der Fantasy-Bereich in Halle 2 uns immer wieder magisch anzog.


Was für uns sehr interessant war, ist, dass wir im Bereich der Kinderbücher auf Bücher gestoßen sind, die wir selbst aus unserer Kindheit kennen.
Und auch die Zauberland-Reihe von Alexander Wolkow, die allen ehemaligen DDR-Bürgern ein Begriff sein sollte, konnten wir dort entdecken.

Ein anderer Dreh- und Angelpunkt war für uns die Halle 1 mit der Manga-Comic-Convention.
Aufgefallen ist mir zum einen eine Comic-Leseecke, zum anderen Bereiche, in denen man neue Videospiele spielen konnte. Auf jeden Fall zwei sehr schöne neue Ideen, auch wenn wir keine von beiden genutzt haben, weil gerade bei letztere natürlich auch Warten angesagt gewesen wäre.

Was mir persönlich noch auffiel, ist, dass Doctor Who an einige Verkaufsständen dieses Jahr präsenter war. Zumindest ist mir letztes Jahr dazu eigentlich gar nichts aufgefallen. Angesichts der vielen Romane, die in letzter Zeit bei uns so erschienen, hat es auch mich in den Fingern gejuckt und ich konnte einen Stand nicht verlassen, ohne mir einen dieser Romane ("Kriegsmaschinen" von George Mann) zu kaufen.



Ich bin im Paradies


Auch meine diesmonatigen Manga-Neuheiten, die verglichen mit den März-(LBM)-Neuheiten der letzten Jahre doch sehr gering ausfielen, habe ich bekommen.




Desweiteren habe ich wieder immer einige Programmvorschauen abgreifen können, sowie einige andere kostenlose Sachen.
Nicht einmal an einer Mappe zu einem Physik-Schulbuch konnten wir vorbei gehen. Schließlich stecke da drin noch ein Poster mit Schwerpunkt Teilchen. Und ich habe es ja eh ein bisschen mit Teilchenphysik ...




Alles in allem war es ein schöner langer Tag, eigentlich macht es mich sogar traurig, dass für mich die Leipziger Buchmesse eben jetzt schon abgeschlossen ist, während viele noch hingehen werden. Aber mit diesem entspannten Donnerstag bleibt mir das Ganze zum Glück in bester Erinnerung.

Sonntag, 8. März 2015

Wochenrückblick #19 - Die Zeit, die Zeit ...

Eigentlich wollte ich mal wieder einen Wochenrückblick in normaler Manier machen. Was eben so die letzten Tage geschah.

Und dann passiert was, was einen total aus der Bahn wirft und man steht einem neuen Problem gegenüber.

Bei genauerer Betrachtung fällt auf, das Problem ist die Zeit.
Genau genommen ist Zeit immer das Problem.

Immer ist es zu wenig Zeit.
Oder der Zeitpunkt stimmt nicht.
Und manchmal passt es einfach von der Zeitspanne nicht.

Man fühlt sich unter Druck gesetzt, überfordert, vergisst zu atmen.

Das fasst meine aktuelle Lage ganz gut zusammen.

Zeitmemory von Henke wäre hier übrigens ein sehr angemessenes Lied der Woche (tatsächlich war es das auch mal, wer sich noch an die Kategorie erinnert, von denen ich die meisten Zeugen, wie eben auch diesen, längst raus genommen habe)

Also sollte man sich wieder einmal die Zeit nehmen. Zeit für sich. Zeit zum Atmen.

Bloß gut, dass heute eh ein kleiner Auflug mit meiner Mama geplant war.
Und da ihr sicherlich sowieso wisst, wofür ich mir gerne Zeit nehme, erwartet ihr sicher schon ein paar aktuelle Schnappschüsse von mir.










Ich hoffe doch, ihr habt dieses erste Frühlingswochenende auch irgendwie sinnvoll genutzt.

Dienstag, 3. März 2015

Eisbrecher Schocktour 2015 in Leipzig

Von "eiskalt" konnte am 27.2. im ausverkauften Werk II in Leipzig keine Rede sein. Eisbrecher gingen hier, ihr neues Album "Schock" im Gepäck, an den Start und begeisterten ihre Fans wieder einmal aufs Neue.



Zuvor durften Maerzfeld die Menge anheizen, was für mich eine besondere Freude war, da ich es schon einige Zeit auf einen Live-Auftritt dieser Band, die einige auch als die wohl erfolgreichste Rammstein-Coverband Stahlzeit kennen dürften, abgesehen habe. Die kamen dann gleich mit neuem Material zur Weltpremiere ihrer neuen Single "Es Bricht", die im Herbst dann auf dem neuen Album "Nackt" zu finden sein wird. Besser noch, die Single durfte sich jeder am Merchandise-Stand kostenlos mitnehmen.
Das Maerzfeld die erste Band ist, die ich als Vorband von Eisbrecher erlebe, und während deren Auftritt ich mir nicht schnell ein Ende dessen wünsche, dürfte für sich sprechen.

Während der Pause zwischen Maerzfeld und Eisbrecher fand der Umbau statt und man konnte nun endlich einen ersten Blick auf die Bühne werfen.
Während wir alle im Vorfeld ja gestöhnt haben, dass Eisbrecher wieder im Werk II, welches besonders durch nicht allzu tollen Klang glänzt, spielen, statt im viel beliebteren Haus Auensee, wurde mir hier klar, dass das Werk II durchaus keine schlechte Wahl war.
Denn zum einen bezweifle ich, dass das ganze Konstrukt im Haus Auensee hätte aufgebaut werden können, zum anderen passte die Bühne auch einfach ausgezeichnet zum industriellen Flair des Werk II.

Aber zurück zur Show.
Wie schon auf dem Album erwies sich "Volle Kraft Voraus" als hervorragender Opener.

In den kommenden zwei Stunden gaben Eisbrecher einfach wieder alles, natürlich mit dem typischen Geplänkel zwischen den Songs.
So gaben Eisbrecher auch bekannt, dass wir Leipziger bereits zum WGT schon wieder die nächste Chance haben, Eisbrecher hier live erleben zu dürfen.
Eigentlich hätte ich es ahnen können, beim WGT spielen selbst die großen Band höchstes aller 3 Jahre, somit ergibt sich 2015 für Eisbrecher gleich die erste Chance und mit neuem Album im Gepäck nimmt man diese ja auch sehr gerne an.

Gespielt wurde ein ausgezeichneter Mix aus alten Hits und neuen Krachern.
"Schwarze Witwe" erklang sogar mit ganz neuen Tönen, "Vergissmeinnicht" war ausnahmsweise mal nicht der Song zur Zugabe, "Prototyp" enthielt textlich einen kleinen Ausrutscher und bei "Eiszeit" war Alexx' Mantel auch noch falsch zugeknöpft. Aber das ganze lässt die Band ja nur wieder sympathischer erscheinen und mal ehrlich: Wer will schon schwitzend in einen Mantel gesteckt werden?

Immerhin bewies Alexx bei den neuen Songs auch Textsicherheit, was ja nun nicht unbedingt gegeben ist und auch das in dieser Hinsicht etwas schwierigere "Zwischen Uns" wurde gut über die Bühne gebracht.
Gefreut hat mich zudem, dass ich neben den sehr gelungenen "1000 Narben" und "So oder so" auch "Noch Zu Retten" zu hören bekam, womit dann auch alle meine Favoriten des neuen Albums abgedeckt sind.

Zur Zugabe fehlte schließlich nur noch ein Lied und jedem war bewusst, welches. "Miststück" wartete wie gewohnt auch wieder mit dem Teil auf, zu dem die Leute in der ersten Reihe die Chance erhalten, Alexx mal beleidigen zu dürfen.
Während man später den Takt einfach mal weiterlaufen ließ, merkte Alexx an, wozu sich der doch so alles so nutzen lässt. "Atemlos" *hust* passte anscheinend jedoch nicht dazu und auch das Publikum wollte da keine Kompromisse eingehen. Schließlich aber kam Alexx zu dem, was sich die Fans meiner Generation schon seit Ewigkeiten wünschten.
Nämlich dazu. Wenn auch nur kurz "angerappt".
Jetzt zumindest ist sich Alexx sicher: Die Fans kamen alle über Pokemon zu Eisbrecher.

Ohne offene Wünsche, außer vielleicht dass das Konzert augenblicklich wiederholt wird und einem Eisbären, ließ uns Eisbrecher schließlich zurück.
Ein wirklich grandioses Konzert, welches schwer zu überbieten sein wird.